Astro-Vorschau Februar 2021 (Teil 2)

Februar 2021 – Monatlicher astrologischer Ausblick

„Der Raum in dir offenbart die Einheit“

„Leben einzeln und frei wie ein Baum und dabei brüderlich wie ein Wald,
diese Sehnsucht ist unser“ –  Zitat aus Davet (Einladung) von Nazim Hikmet

Teil 2:

Uranus-Saturn-Zyklus

Astrologischer Hintergrund des Uranus-Saturn-Zyklus

Am 17.02.21 bilden Saturn im Wassermann und Uranus im Stier einen exakten 90° Winkel zueinander. Damit wird die Phase des abnehmenden Viertels des Saturn-Uranus-Zyklus initiiert, der für seinen Umlauf um die 45 Jahre benötigt. Uranus und Saturn standen 1988 in Konjunktion im Zeichen Schützen. 2032 wird er im Zeichen Zwillinge enden und ein neuer Zyklus beginnt. Seine Opposition hatte er in den Jahren 2008-2010.

Das in diesem Jahr 3x exakte Quadrat (17.2., 14.06., 24.12.21) von Saturn/Wassermann und Uranus/Stier läutet das letzte abnehmende Viertel des Uranus-Saturn-Zyklus ein. Im abnehmenden Viertel eines Zyklus haben wir es immer eher mit einer Krise der geistigen Neuausrichtung und Einordnung zu tun anstatt wie in der Zeit des zunehmenden Viertels (1999/2000) „Neues“ zu manifestieren und neue Strukturen zu schaffen. Mit dem abnehmenden Quadrat von Saturn/Wassermann und Uranus/Stier wird diese Phase nun eingeläutet.

Interessant ist, das sowohl das zunehmende als auch das abnehmende Quadrat archetypisch vom Zeichen Wassermann und Stier geprägt sind. Nur das jetzt die Planeten die Zeichen gewechselt haben (s. Grafik Der Uranus-Saturn-Zyklus) . Saturn steht jetzt im Wassermann und nicht wie damals im Stier. Und Uranus steht jetzt im Stier und nicht wie damals im Wassermann.

Hier ist zu erwähnen, dass der Jupiter-Saturn Zyklus sich 2000 in neuer Konjunktion (letzte Konjunktion in Erde) im Stier befunden hat. Und ebenfalls 2010 in Opposition stand wie der Uranus-Saturn-Zyklus. Am 20.12.20 hat der neue Zyklus von Jupiter-Saturn auf 0°29 Wassermann begonnen.

Die Essenz der Bedeutung von Wassermann und Stier habe ich im 1.Teil erläutert.

Individualität, Freiheit und Integration (Gruppenbewusstsein)

Mit Wassermann und Stier stehen sich zwei große Gegensätze gegenüber: Geist und Körper, Bewusstsein und Materie, Licht und Projektion (=Schatten), Intellekt und Gefühl (u.v.m). Genauso wie Uranus und Saturn gegensätzlicher nicht sein können. Obwohl sie etwas gemeinsam haben. Etwas sehr Entscheidenens. Beide herrschen über das Zeichen Wassermann. Saturn ist der alte Herrscher des Zeichen Wassermanns. So sind sowohl Saturn und Uranus die Planeten, die das Thema „Grenzen und Befreiung“ verkörpern. Sowohl Saturn und Uranus begrenzen und befreien gleichermaßen.

Saturn steht für die Grenzen der Subjektivität – der Konzentration auf das „Ich bin“ – das wir im Zeichen Löwen (Herrscher ist die Sonne) finden. Gleichwohl beschreibt Saturn die Handlungen – das Karma – des Menschen, das aus dieser Subjektivität „Ich bin das Zentrum des Universums“ über Raum und Zeit (Steinbock) entstanden sind und entstehen.

In unserem Planetensystem ist Saturn der Planet, der die Grenzlinie zwischen den „persönlichen“ und „unpersönlichen“ Planeten markiert. Alle persönlichen Planeten Mond, Merkur, Venus, Mars und Jupiter als Generationsplanet befinden sich zwischen Sonne und Saturn. Somit steht Saturn im Uranus-Saturn-Zyklus für das Individium, den Menschen und sein persönliches Leben und die Saturn-Handlungen über Zeit und Raum.

Zwischen Saturn und Pluto befinden sich die unpersönlichen Planeten Uranus und Neptun. Uranus steht für das göttliche Licht (Bewusstsein), dass in uns allen als Seele (Pluto) wohnt. Das uns eint obwohl wir alle unterschiedlich scheinen. Uranus lehrt Objektivität – Neutralität: Mit dem Ziel, sich aus der Begrenzung der Subjektivität – des persönlichen Empfindens, Meinens und Handelns zu lösen.

Lebens-Prozesse, die saturnischer und uranischer Natur sind weisen „Brüche“ und „Grenzerfahrungen“ auf, die sehr deutlich im Menschen – dem Individum (Löwe) – wahrgenommen werden. Brüche und Grenzerfahrungen können sowohl einschränken, erschweren und hindern als auch erweitern, erleichtern und fördern. Und das Empfinden von Freiheit ist aus der Sicht eines jeden Menschen sehr, sehr subjektiv. Das, was den einen befreit ist das Gefängnis für den anderen.

Das zeigt, die Notwendigkeit der Lernaufgabe des Wassermann-Zeichens nachzukommen: Einen neutralen Standpunkt in sich einzunehmen, von dem aus ein objetives Betrachten von sich selbst und der Welt möglich ist. Um so erkennen zu können, was einen wirklich „individuell“ ausmacht und wie und wo man diese Indiviualität integrieren kann. Hierbei geht es weniger darum „sich mit seiner Individualität über andere zu erhöhen und abzusetzen“, sondern mehr darum, wie die Individualität das Gemeinwohl unterstützen kann. Wie man sich mit seinen individuellen Werten und Gaben förderlich einbringen kann, um das, was gewandelt werden will, zu unterstützen.

So beschreibt der Uranus-Saturn-Zyklus, wo wir wörtlich „aufbrechen“, um uns zu befreien. Ob individuell als Person oder universell als spirituelles Wesen. Z. B. von einer Persönlichkeit, die sich überdauert hat, einem Gesellschaftbild, dass uns befremdet, ein Beruf, der in seiner Entwicklung uns verloren hat, eine Ehe, die eingeschlossen hat u.v.m. Uranus verbindet uns mit der Schöpferkraft des göttlichen Feuers. Erinnert uns, dass wir universelle Wesen sind. Das in uns etwas wohnt (Pluto= Seele), dass größer ist als das Bewusstsein der Person.

In der nun beginnenden Phase des letzten Viertels (2020-2032) im Uranus-Saturn-Zyklus ist der Druck genauso hoch, wie in dem 1. zunehmenden Viertel (1988-2000) des Zyklus. Denn was tun, wenn das Leben etwas ganz anderes mit einem vor hat, als wie man es geplant hat? Wo sich beschweren? Wie überhaupt noch das kontrollieren, dass am Ende zumindest das raus kommt, womit man einverstanden ist? Wie mitgehen bei etwas, das so gar nicht zu einem zu gehören scheint?

JA, es erscheint schwierig. Jedoch in unserer Natur als Mensch sind wir begrenzt. Durch Saturn und Uranus erfahren wir, dass wir durch Begrenzung und Aufhebung von Grenzen lernen, uns „geistig“ zu erweitern, freier zu werden. Den „geistigen“ Ort in uns zu finden, in dem das Persönliche seine Wertigkeit verliert und etwas Größeres, Freieres Raum hat. In einer Weise, wie es nicht kontrollierbar ist. Ohne Sicherheitsfaktor. Und wir dürfen darüber in eine Freiheit finden, die wir zu anderen Lebzeiten nicht im Stande gewesen wären zu leben. Und die jenseits unserer persönlichen Vorstellungen für uns Selbst liegen.

©sternenglut

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